Magen- Darmgrippe

 

Im Herbst ist Hochsaison für diese Erkrankung. Gerade Kinder, deren Abwehrsystem noch nicht voll ausgereift ist, bringen die Magen- Darmgrippe häufig aus der Krippe oder dem Kindergarten/Schule nach Hause, wo ihr dann nacheinander mehrere Familienmitglieder zum Opfer fallen können.

 

Magen- Darmgrippe bezeichnet eine Entzündung des Magen- Darmtraktes, welche häufig von Bakterien oder Viren verursacht wird.

Typische Beschwerden sind anfängliche Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, welche dann von Bauchkrämpfen und Durchfall begleitet werden.

 

Die klassische Homöopathie bietet auch bei dieser akuten Erkrankung wirkungsvolle Linderung der Beschwerden und kann bereits bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden. Bei Personen, die mehrmals im Jahr eine Magen- Darmgrippe durchmachen, empfiehlt sich eine homöopathische Konstitutionsbehandlung um die Abwehrkraft zu stärken. Denn eine gute Abwehrkraft macht uns immun gegen die Magen-Darmgrippe.

 

Obwohl die Hauptbeschwerden wie Erbrechen und Durchfall bei allen Betroffenen vorhanden sind, zeigt jeder Mensch eigene Reaktionsweisen im Krankheitsfall. Diese individuellen Symptome erlauben mir als Homöopathin das richtige Arzneimittel für den Erkrankten zu finden. 

 

Die Homöopathie bietet verschiedene Arzneimittel, die bei der Magen- Darmgrippe Linderung bringen. Stellvertretend möchte ich 2 Mittel anhand von Fallbeispielen vorstellen.

Die folgenden Beispiel sind frei erfunden.

 

Markus, 5 Jahre alt

 

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall seit letzter Nacht. Die Ausscheidungen stinken faulig und auch der überriechende Mundgeruch fällt der Mutter auf.

Markus liegt stöhnend im Bett, wälzt sich unruhig hin und her. Er hat Bauchkrämpfe. Nach dem Durchfall ist er völlig erschöpft, die Mutter muss ihn ins Bett tragen.

Er trinkt nur ganz kleine Schlückchen warmen Tee. Er klagt über einen trockenen Mund.

Markus will nicht allein gelassen werden. Wenn die Mutter das Zimmer verlässt, ruft er sofort nach ihr.

 

Ihm hilft das Arzneimittel Arsenicum album (weisses Arsen)

 

 

 

 

Mirjam, 4 Jahre

 

Übelkeit, Erbrechen und Durchfall seit ein paar Stunden. Mirjam klagt über starke Schmerzen im oberen Bauchbereich. 

Sie läuft in der Wohnung herum und findet nirgends Ruhe. Mirjam ist sehr ängstlich und weicht der Mutter nicht von der Seite. Am liebsten hält sie der Mutter sogar die Hand, obwohl sie das sonst gar nicht mag.

Gegen die Bauchschmerzen hilft es, wenn die Mutter Mirjam am Rücken reibt, oder wenn sich Mirjam mit dem Rücken zurückbeugt. Am Bauch mag sie jedoch gar nicht angefasst werden.

 

Die Mutter macht sich Sorgen, weil Mirjam keine Flüssigkeit behalten kann. Sie klagt über starken Durst und trinkt auch viel kaltes Wasser, erbricht das Getrunkene nach ein paar Minuten wieder.

 

Ihr hilft das Arzneimittel Bismuthum metallicum (Bismuth)

 

 

 

Begleitende Massnahmen

 

 

  • Gegen die krampfartigen Bauchschmerzen helfen Wärmeanwendungen meistens ganz gut: warme Bettflasche oder Bauchwickel, Dampfkompresse)
  • genügend trinken (fettfreie Gemüsebouillon, leichte Kräutertees (Fenchel), langgezogener Schwarztee, Ingwertee, Heidelbeertee, Elektrolytlösung )
  • fasten oder leichte Kost (Karotten-, Reis- oder Haferschleimsuppe, Salzstängeli, Darvida, Knäckebrot. Tierisches Eiweiss (Milchprodukte, Fleisch) und Süssigkeiten weglassen
  • langsamer Nahrungsaufbau nachdem die Beschwerden zurückgegangen sind
  • Hygiene beachten nach dem Erbrechen oder Stuhlgang (Ansteckungs-Vorbeugung), Hände waschen, Toilette säubern, evt. Desinfektion)
  • Auf Zeichen der Austrocknung (Dehydrierung) achten. Dies kann besonders bei Kleinkindern und Säuglingen rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Bei dunklem, konzentrierten Urin, Windeln sind seltener oder weniger nass, abgehobene Hautfalte oberhalb des Nabels bleibt stehen, sollten sie dringend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Praxis für klassische

Homöopathie

Yvonne Künzler 

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