Ernährung bei entzündlichen Erkrankungen

 

 

Die Ernährung bietet eine super Möglichkeit, eine homöopathische Konstitutionstherapie zu unterstützen. Eine antientzündliche Ernährung versorgt den Körper mit Nährstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen, welche Entzündungen im Körper abklingen lassen und vermeidet die Zufuhr von Lebensmitteln, die Entzündungen fördern. 

 

Einen grossen Teil der Wirkung dieser Ernährungsweise entfaltet sich direkt im Darm. Der Darm beherbergt einen grossen Teil unseres Immunsystems. Eine gesunde Darmflora (Biom) setzt sich aus vielen günstigen Darmbakterien zusammen, welche Vitamine produzieren und die Infekt Abwehr bewältigen. Wenn das Biom mit ungünstigen Darmbakterien besetzt ist, wird die Darmwand durchlässig für krankmachende Stoffe. Die Stoffe gelangen in den Körper, aktivieren das Immunsystem und führen im ungünstigsten Fall zu Autoimmunkrankheiten. 

 

Die Zusammensetzung des Bioms wird entscheidend durch die Zusammensetzung der Nahrung bestimmt. Dies ist eine gute Nachricht, denn jeder/jede kann seine Gesundheit selber beeinflussen.  Durch die Ernährung kann gezielt Krankheiten behandelt werden oder eine hervorragende Vorsorge betrieben werden. Es lohnt sich also, die eigene Ernährung zu beachten. 

 

Welche Erkrankungen profitieren im Besonderen von einer antientzündlichen Ernährung? 

 

- Hauterkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Rosacea und andere, besonders juckende Ausschläge oder eitrige Hauterscheinungen wie Akne, Abszesse, Furunkel

- Allergien alle Formen (z.B. Heuschnupfen, Asthma)

- Entzündliche chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Reizdarm- Syndrom

- Alle Formen rheumatischer Erkrankungen   

- Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Hashimoto Thyreoditis (Schilddrüsenentzündung)

- Akute Infekte wie Erkältungen, Grippe usw. bis zu Lungenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündung, Ohrenentzündungen, Blasenentzündungen

- Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Herzinfarkt

- Diabetes mellitus

- Arthrose und Arthritis

 

 

Wie sieht eine antientzündliche Ernährung aus?

 

Empfehlenswerte Nahrungsmittel (Entzündungshemmend)

 

- Frisches Gemüse und Früchte, Salate und Rohkost

- Gute Öle wie Leinöl, Hanföl, Algenöl, Baumnussöl, Olivenöl, Rapsöl

- Omega 3 Quellen: Fetter Meerfisch, Algenöl und Leinöl (auf Omegasafe Produktion achten!)

- Nüsse und Samen (Baumnuss, Mandeln, Cashew, Paranüsse, Haselnuss, Leinsamen, Chiasamen)

- Kräuter und Gewürze (Kurkuma, Zimt, Pfeffer, Chili, Kakao, Kardamom, Muskatnuss, Ingwer)

 

 

Zu vermeidende Lebensmittel (Entzündungsfördernde Nahrungsmittel)

 

- Raffinierter Zucker, Süssigkeiten, Kuchen und Gebäck, Softgetränke

- Alle Arten von Fertiggerichten (enthalten hohe Mengen an Zucker, Salz und gesättigten Fette und viele Zusatzstoffe)

- Fleisch, besonders Schweinefleisch

- alle Arten von Milchprodukten

- Weizen

- Gesättigte Fette (Pommes Chips, Fritiertes)

 

 

Was hilft zusätzlich?

 

Eine Reduktion des Bauchfettes wirkt ebenfalls entzündungshemmend, weil im Bauchfett entzündungsfördernde Hormone produziert werden. Bei Übergewicht lohnt sich somit die Gewichtsabnahme auf jeden Fall. 

Sport wirkt ebenfalls entzündungslindernd, weil er die Durchblutung und den Stoffwechsel anregt und der Gewichtskontrolle dient.

 

Wer sich vertiefter mit dem Thema Ernährungstherapie bei diversen Krankheiten informieren möchte, dem empfehle ich die Webseite der Ernährungsdocs vom NDR. Dort können auch vergangene Sendungen angeschaut werden und diverses Informationsmaterial heruntergeladen werden.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die-ernaehrungsdocs/index.html

 

Und hier noch eine Rezeptidee, um dein Immunsystem zu unterstützen, den Stoffwechsel anzuregen und die Entgiftung zu fördern:

 

Rezept goldene Milch (www.liebscher-bracht.com)

 

Zutaten:

• 1 Stück Kurkumaknolle, ca. 3 cm

• 1 Stück Ingwer, ca. 2 cm

• 400 ml Pflanzenmilch deiner Wahl (z. B. Mandeldrink)

• 1/4 TL schwarzer Pfeffer

• 1/4 TL Zimt

• 1/2 TL Kokosöl

• Agavendicksaft für die Süße, wenn gewünscht

 

So geht’s:

1. Den Ingwer und Kurkuma fein reiben (nach Möglichkeit Handschuhe tragen, da Kurkuma stark abfärbt).

2. Ingwer und Kurkuma zusammen mit dem Kokosöl in einen Topf und mit etwas Wasser zum Kochen bringen, bis eine Paste entsteht und anschließend vom Herd nehmen.

3. Die Pflanzenmilch in einem separaten Topf erhitzen.

4. Die Gewürzpaste zusammen mit dem Zimt und Pfeffer zur heißen Milch geben und verrühren.

5. Kurz abkühlen lassen und nach Belieben mit Agavendicksaft süßen.

 

In diesem Sinne bleib gesund und nütz  die Möglichkeit etwas für deine Gesundheit zu machen.

 

Lieber Gruss

Yvonne Künzler

 

 

Praxis für klassische

Homöopathie

Yvonne Künzler 

Rorschacherstr. 150

9000 St.Gallen

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